Nasse Glücksgefühle

Nachdem ich gestern den ganzen Tag mit Bauchschmerzen flach lag, MUSSTE ich heute einfach los. Die Motivation hielt sich zwar lange in Grenzen, denn ich arbeite derzeit an meiner Masterarbeit, sodass ich viel zu tun habe, aber dann habe ich mein Motto einmal anders interpretiert. Stop thinking – go running = Hör auf dir den Kopf an der MA-Arbeit zu zerbrechen, hör auf zu grübeln und grübeln und grübeln – Schalt ab und geh an die frische Luft! Geh laufen!

Schon nach 10 Minuten war ich froh, den Laptop zugeklappt und die Schuhe geschnürt zu haben. Mein Kopf schaltete ab. Genau das, was ich jetzt brauche!
Und besonders das Wetter ließ heute keine Gedanken an die Arbeit zu.

Denn es bließ mir (immer wenn es bergauf ging) ein heftiger Wind entgegen. Ich musste echt kämpfen. Aber gleichzeitig war es auch ein unbeschreiblichen Gefühl, sich richtig reinzuhängen, den Körper dieser unglaublichen Kraft entgegenzustrecken und sie letztlich hinter sich zu lassen. Auf den bergab-Strecken konnte ich mich dann ja wieder erholen.

Die bis dahin scheinende Sonne verkroch sich dann irgendwann hinter den Wolken. In der Ferne konnte ich kurz darauf eine riesige, tiefblaue und unglaublich faszinierende Wolkenwand sehen. Dann näherte sie sich. Ich hatte schon zu verschiedenen Zeitpunkten die Möglichkeit gehabt, den Heimweg anzutreten, aber ich wollte einfach nicht. Ich hatte mir vorgenommen, die Stunde voll zu kriegen Und falls es jetzt einen Regenguss geben sollte, würde dieser mich nicht davon abhalten.

Dann kam er. Und wie! Ich weiß nicht, wann ich das letzte Mal einen solchen Wolkenbruch erlebt habe!

Und es war der Hammer! Ich hatte das Gefühl, dem Weltuntergang davonzulaufen. Meine Schuhe waren nass und schwer. Meine Klamotten wurden durch Regen und Wind an meinen Körper gepresst. Die vorbeifahrenden Autos verpassten mir noch eine Extra-Ladung Pfützenwasser. Das Sichtfeld reichte nur bis wenige Meter vor mich.

Ich grinste. Bis über beide Ohren.

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2 Gedanken zu „Nasse Glücksgefühle

  1. hihi so unterschiedlich kanns sein ;) ich war am Sonntag auch laufen und es gab einen riesigen Wolkenbruch, aber ich hab mich gefreut, dass ich grade rechtzeitig zur Tür rein bin, bevor es losging.

  2. Ich finde, loszulaufen, wenn es schon regnet, kostet Überwindung, aber wenn man eh schon unterwegs ist, gibt es nichts über ’ne kleine Abkühlung. Da sieht dann auch keiner, dass man schwitzt… ;)

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