Tag 16 & 17 — Lauf trotz oder gegen den Kater?

Gestern war wieder so ein kleiner Katertag. Es ist zwar nicht so, dass ich sonst wie viel trinke, aber irgendwie vertrage ich (zur Zeit) extrem wenig. Es ging mir also bescheiden und ich fragte mich, ob man an solchen Katertagen überhaupt laufen soll. Nicht, dass ich mich davon abhalten lassen würde während des Streaks, aber so generell hat mich interessiert, ob das denn gesund sei. Eine Bekannte meinte kürzlich dazu, dass ein wenig Sport sogar üben den Kater hinweghilft, weil Kreislauf und Durchblutung angeregt werden und dadurch der Alkohol schneller abgebaut wird. Ich konnte das nicht so recht glauben.

Ich recherchierte dann mal ein bisschen im Netz und stieß auf unterschiedliche Meinungen:

„Ein Ausnüchterungslauf am nächsten Tag bei geringer Pulsintensität beschleunigt den Promille-Abbau und die so genannten Repair-Prozesse im Körper.“ (men’s health)
vs.
„Unter Belastung greift der Körper aber als erstes auf den Alkohol zurück, da er diesen einfacher verstoffwechseln kann. Dadurch können auch die Giftstoffe schneller und in größeren Mengen in den Körper gelangen, was den Kater sogar noch verschlimmern kann.“ (trainingsworld)

Sport verhindert den Kater nicht, frische Luft und etwas Bewegung können aber (kurzfristig) das Wohlbefinden steigern. Auf jeden Fall sollte man dem Körper nicht zu viel abverlangen (besonders keine Höchstleistungen) und man muss seeehhr viel trinken sowie dem Körper Mineralstoffe zuführen.

Heißt für mich:
Wenn der Kater klein ist, ist Laufen schon in Ordnung, aber ich sollte eher eine kleine und langsame Runde wählen und noch mehr Flüssigkeit zu mir nehmen als ohnehin nach dem Alkoholgenuss.

Interessanterweise wird in Artikeln zu diesem Thema immer darauf hingewiesen, dass man billigen Fusel vermeiden sollte, da in diesem oft Giftstoffe enthalten sind, die den Kater verschlimmern. Ok, ist gemerkt.

Ich quälte mich gestern Nachmittag von der Couch hoch und ging laufen. Hat sich auch recht gut angefühlt. Vor allem hinterher ging es mir gut. Das hätte ich mal eher tun sollen, dachte ich mir. Aber es dauerte nicht lang, da hing ich wieder durch. :) Letztlich lässt sich das wohl nicht vermeiden… Ich hatte mir eine kleine 2km-Runde rausgesucht. Doch weil ich mich wohl fühlte, wählte ich dann doch das doppelte. Vorgestern lief ich meine klassische 6,4km-Runde und war nach der sich anschließenden 30 Day Fit Challenge froh, dass ich gestern Ruhe davor hatte. Heute muss ich allerdings wieder ran. Und raus ins Regenwetter muss ich auch noch. Und dabei war gestern wieder eine „alkoholische“ Veranstaltung. Und heute Abend gibt’s hoffentlich auch was zu feiern. Oh man, werden wohl wieder zwei kürzere Geschichten… Aber egal, besser als nix. :)

 

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PSB: Tag 17 – Schwimmen wo Platz ist

Hui… Gestern Nacht wurde es durch das Reinfeiern mit dem Geburtstagskuchen und der Feuerzangenbowle nochmal so richtig ungesund. Zum Glück hielt sich der Kater heute in Grenzen. Nur habe ich leider wieder viel gegessen. Allerdings war die letzte Mahlzeit um 5, denn heute Abend halb 9 ging es dann nochmal in die Schwimmhalle. Und man glaubt gar nicht wie voll es da war! Einige Bahnen waren für richtige Schwimmtrainings reserviert und auf allen anderen bahnen tümmelten sich die Menscheb. Nun bin ich nicht die langsamste Schwimmerin und würde auch behaupten, einigermaßen gut zu kraulen. Deshalb gehe ich nie auf die – entschuldigung für den Ausdruck – Oma-Schwimmbahn, aber auf den anderen habe ich einerseits das Gefühl, anderen im Weg zu schwimmen, aber andererseits passiert auch genau das Gegenteil. Und Überholen nervt – zumal ich dann ja auch nicht so schnell vorbeikomme, dass ich nicht schon wieder auf einen auf der Gegenbahn treffe.
Eigentlich hatte ich mir ein richtig gutes Programm vorgenommen. Mit Techniktraining und Sprints und so. Aber da es so voll war, hatte sich das erübrigt. Ich war froh, überhaupt noch Platz zum Schwimmen gefunden zu haben. Erst gegen 20.10 wurde es leerer und angenehmer und am Ende war ich dann sogar allein auf der Bahn. Das hat mir dann so viel Spaß gemacht, dass ich mich in der Zeit verrechnete, wann ich aus dem Wasser muss. Ich wollte unbedingt noch meine Haare föhnen, weil’s draußen a****kalt ist und ich mit der Straßenbahn nach Hause fahren muss. Aber unter der Dusche fiel es mir dann auf: Oje, nur noch 7 Minuten! Schnell das Shampoo ausspülen, sich in die Jeans quetschen (warum fällt das nach dem Schwimmen immer so schwer) und ab nach draußen. Brrr…!

Wie viel ich geschwommen bin, kann ich gar nicht sagen. Mitzählen war zwecklos. Aber nach 70 Minuten fühle ich mich ganz gut. Jetzt noch einen Tee zum Aufwärmen, ein Buch geschnappt und eingekuschelt. Gute Nacht!

Aerobic & Zumba

Gestern 10.30 Uhr begann mein Aerobic-Kurs, wobei die Trainerin gleich klargestellt hat, dass es eigentlich mehr Bauch-Beine-Po ist und auch ab und zu mit Geräten (also Steppern und Hanteln) gearbeitet wird. Ok, hab ich eigentlich auch nichts dagegen. Klingt auf jeden Fall nach Abwechslung, was ich enorm wichtig finde. Leider hat sich der Kurs dann aber als – für meinen Geschmack – ein wenig zu lahm herausgestellt. Die Wiederholungen der Übungen wurden sehr langsam ausgeführt, was ja prinzipiell nicht unbedingt verkehrt ist, aber ich habe dabei null Anstrengung gespürt. Außerdem hat die Trainerin (übrigens eine Sport-Studentin der Uni, glaube ich) so leise gesprochen, dass ich sie nicht verstehen konnte, obwohl die Musik auch schon echt leise war. Und zu allem Überfluss wurde zehn Minuten vor Ende schon die Entspannungsphase eingeleitet, bei der wir uns zunächst einfach nur hinlegen und nichts tun sollten. Ich weiß, dass dies sehr, sehr schön sein kann. Sich nach einem anstrengenden Training ganz auf den Körper zu konzentrieren, jeden Muskel zu spüren, tief ein- und auszuatmen. Das ist wirklich herrlich! Aber wie gesagt – nur, wenn das Training auch anstrengend war…

Na ja, dachte ich mir, ist vielleicht auch besser, dass mir der Kurs jetzt nicht die ganze Kraft geraubt hat, schließlich stand abends noch Zumba an.

Während ich in den letzten beiden Semestern einen Zumba-Kurs bei einer Frau hatte, wollte ich dieses Mal sehen, wie ein Mann die ganze Sache aufzieht. Ergebnis: Ganz anders! Allerdings bin ich mir nicht sicher, ob ich es gut finde. Die Musik war schon ziemlich techno-artig im Vergleich zu den sonst eher melodischen Liedern. Und die Choreografien waren insgesamt betrachtet nicht so geschmeidig. Es gab öfters mal Momente, in denen man einfach gewartet hat, bis die neue „Zählzeit“ begann. Das soll jetzt nicht heißen, dass Männer im Allgemeinen den Frauen in diesen Dingen nachstehen. Auf keinen Fall! Aber in diesem leider schon. Spaß gemacht hat es aber insgesamt trotzdem. Wirklich anstregend war es jedoch auch wieder nicht. Vielleicht bin ich aber auch einfach nur zu fit… ;)

Bis morgen muss ich mir überlegen, welche Sportkurse ich nun endgültig in diesem Semester machen möchte. Ich werde definitiv den Iron-Body-Kurs am Montag machen und den Power-Circle (Zirkeltraining), der eigentlich heute um 19 Uhr stattfindet (den ich aber leider ausfallen lassen muss. Siehe unten).
Bei diesen beiden Kursen muss ich mich noch entscheiden:
Aerobic: + Uhrzeit (10.30-11.30 Uhr)
+ im Spiegelraum kann man gute seine Körperspannung kontrollieren
– nicht antrengend genug
Zumba: + Spaß
+ zwei Freundinnen sind auch dabei
– nicht anstregend genug
– Preis! (48€ für 12 Stunden)
Hm… Schwierig. Vielleicht mache ich auch keinen von beiden und geh einfach noch ne Runde öfters laufen. :)

So, warum ich nun heute nicht zum Zirkeltraining gehen werde: Gestern Abend war eine große Party, aber weil es so unglaublich voll und heiß in dem Schuppen war, bin ich halb 1 schon wieder zu Hause gewesen. Viel getrunken habe ich auch nicht. Trotzdem habe ich mich heute hundeelend gefühlt. Das war schlimmer als ein richtiger Kater! Und das hat sich auch bis jetzt so durchgezogen. Allein bei dem Gedanke daran, was mich heute beim Training erwartet hätte, wird mir schon schlecht. :( Daher lass ich es. Mein Vorsatz für morgen ist dann aber: Laufen! Und dieser Gedanke hinterlässt wiederum ein gutes Gefühl. :) Nun frage ich mich aber dennoch, woran es lag, dass mir so schlecht war (und ist). Kann es sein, dass es unklug war, direkt nach dem Sport Alkohol zu trinken? Förderlich ist das sicher nicht, aber es ist mir neu, dass es sich so auswirkt. Vor allem erst am nächsten Tag. Vielleicht lag es doch an was anderem… oder?!?