Fieser Oberschenkel, fiese Kriebelmücke

Oh man… Irgendwie hab ich mir die letzten Wochen ganz anders vorgestellt. Seit meinem letzten Post war ich noch dreimal laufen (1x über 12km! und das auch in nem guten Tempo), aber beim letzten Mal verspürte ich wahnsinnige Schmerzen. Während die erste Hälfte der Runde noch ganz normal war, hatte ich in der zweiten, in der es eher bergab ging, arg zu kämpfen. Bereits Tage davor verspürte ich im rechten vorderen Oberschenkel ein eigenartiges Ziehen und teilweise starke Schmerzen, so dass ich etwas humpelte. Ach, nicht so wild, laufen wird’s schon richten, dachte ich mir. Irrtum. Ich dachte ernsthaft daran, den lauf abzubrechen und nach Hause zu gehen, doch das hätte noch länger gedauert und ich wollte nur noch schnell heim und das Bein entlasten. Also Zähne bis zum Herausbrechen zusammengebissen und irgendwann erleichtert die Tür zum Treppenhaus geöffnet. Dort stand ich dann mit Tränen in den Augen und fragte mich, wie um alles in der Welt ich nach oben kommen sollte. Irgendwie schaffte ich es. Es dauerte ca. eine Stunde bis die Schmerzen wieder soweit weg waren, dass ich nicht bei jedem Schritt wegknickte. Zum Arzt wollte ich erstmal noch nicht, aber ich beschloss, das Laufen erstmal sein zu lassen. Bringt ja nix, sich unnötig zu quälen und am Ende damit noch mehr Schaden anzurichten.

Das war am 14.5. Am Wochenende verspürte ich den Drang, mich wieder zu bewegen, aber da ich unterwegs war, ging das erstens nicht und zweitens merkte ich bei kleinen Wanderungen, dass der Schenkel noch nicht schmerzfrei war.

Mittwoch Abend gingen mein Freund und ich dann zum Grillen zu Freunden in den Garten. Irgendwann bemerkte ich einen kleinen roten Punkt zwischen meinem großen Zeh und dem daneben. Sofortige Diagnose meines Freundes: Kriebelmückenbiss. (Die weibliche KM ist eine fiese, kleine Blutsaugerin, die erst ein Loch in die Haut ritzt und dann genüsslich saugt und dabei ihr Gift verteilt.) Er hatte schon öfter mit diesen Biestern Bekannschaft gemacht und ich hoffte nur, dass mich nicht das Gleiche erwartete, nämlich: monstermäßige Schwellung, Jucken, Schmerzen. Der nächste Morgen offenbarte dann leider die Richtigkeit seiner Diagnose. Na toll! Und nun liege ich hier mit immer dicker werdendem Elefantenfuß (ich mag eh schon keine Füße, aber so angeschwollen sind sie gleich nochmal ekliger) bei 30° Außentemperatur, kühle permanent, mache Quark- und Essigwickel im Wechsel mit Fenistil-Gel und hoffe, dass es bis zur Silberhochzeit meiner Eltern morgen in einer Woche besser wird. Normalerweise dauert das Heilen eines solchen Bisses nämlich eher zwei (!!) Wochen als nur eine an. Drückt mir bitte die Daumen!

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